Steffen Bolz hält Eisenberger Sieg fest


Am vergangenen Samstag durften die Männer des TSV Eisenberg auch endlich ins aktuelle Ligageschehen eingreifen. Nach zwei Spielabsagen durch Hermsdorf und Auma verpassten die TSV-Akteure bereits zwei Spieltage. Eisenberg entschied sich in diesem Jahr, aufgrund personeller Engpässe in beiden Teams, mit nur einer Mannschaft in den Spielbetrieb zu gehen.

Erster Gegner für die deutlich verjüngten Kreisstädter sollte die Spielvereinigung Könitz/Saalfeld 2 sein. Die junge Mannschaft der SG ist ein unbequemer Gegner mit starkem Offensivdrang. Im ersten Spiel gegen den HSV Ronneburg fielen bei einer 38:42 Niederlage 80 Tore. Die Eisenberger waren also gewarnt die Gäste nicht zu sehr ins Spiel kommen zu lassen. Verzichten mussten die Gastgeber auf P. Dennhardt (Urlaub), Bergmann (krank), Hohlfeld, Hennig (beide verletzt), Scharr und Trainer Steffen Rose (beide privat verhindert).

Eisenberg kam gut bzw. sogar sehr gut ins Spiel. Aus einer kompakten Deckung heraus die ließ man die Gäste offensiv kaum zum Zug kommen und spielte im Gegenzug intelligente Gegenstöße und ein sicheres Aufbauspiel. Bis zum 5:2 war man deutlich überlegen. Dann ließ man die Gäste etwas unnötig wieder ins Spiel kommen. Man war nun weniger nah am Gegner und fing sich zwei, drei Gegentore durch Unkonzentriertheit ein. Beim 9:9 war das Spiel wieder offen. Drei schnelle Tore in Folge sorgten aber wieder für klare Verhältnisse. Mit 13:10 ging man als das überlegenere Team in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel legten die TSV-Männer dann gleich nach und so stand es in der 38. Minute 15:10. Im Grunde hatte man das Spiel komplett im Griff und Könitz/Saalfeld hatte weder Ideen noch Mittel gegen kompakt stehende Eisenberger. Zwei Minuten später sah die Welt dann wieder anders aus. In einer Unterzahlsituation setzten die Gastgeber nicht um, was zu Beginn der zweiten Halbzeit noch glänzend funktioniert hatte. Hier kam man ohne Gegentor durch eine Zeitstrafe was jetzt, durch unnötige Hektik, nicht gelang und dem Gegner zu drei Toren in Folge verhalf. Von da an machten die Gäste wieder deutlich mehr Druck auf die Heimmannschaft. Zwei, drei Ballverluste und zwei vergebene Hundertprozentige summierten sich zum 20:20 Ausgleich. Was nun folgte war ein richtiger Krimi und nichts für Zuschauer mit schwachem Herz. Beim 24:25 gingen die Gäste zum ersten und letztem Mal in Führung. Die Eisenberger zeigten in dieser Phase allerdings viel Kampf, Einsatz und Wille sich nicht um den verdienten Lohn bringen zu lassen. Vor allem die jungen Spieler Le, Eschenbach und ein sichtlich am Ende seiner Kräfte spielender Dewaldt warfen die Eisenberger wieder in Führung.

Eine Minute vor dem Ende stand es 27:26. Bei Spielzeit 59:15 bekamen die Gäste dann einen Siebenmeter und Dewaldt musste mit Zeitstrafe vom Platz. Der an diesem Tag gut aufgelegte Steffen Bolz im Eisenberger Gehäuse krönte seine Leistung mit der wichtigsten Parade des Spiels. Zwar verloren die Gastgeber den Ball noch mal wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff, zum Torwurf kamen die Gäste aber nicht noch mal. Eisenberg gewann in Summe verdient nach einer Partie, die dem Handallfreund alles geboten hatte was diesen Sport so spannend und aufregend macht.

Felix Scholz brachte es nach Schlusspfiff auf den Punkt: „Das Ding muss man nach so einem Spielverlauf auch erst mal noch ziehen. Solche Spiele haben wir auch schon oft genug hergegeben“.

Für Eisenberg spielten: S. Bolz, M. Bolz, Seidemann, Greiner (2), Scholz (3), Anderle, Eschenbach (5), Garbe (1), Huhn, Dewaldt (8), D. Dennhardt, Le (7), Kade, Otto, Reuter, Schmidt